LORENZ HALLER

Sterzing

CELLO

Wie und war­um hast du dein Instru­ment als Kind ausgewählt?
Mit 11 oder 12 Jah­ren wach­te ich eines Tages auf, und hat­te mir in den Kopf gesetzt ein Streich­in­stru­ment ler­nen zu müs­sen. Die Gei­ge schloss ich für mich jedoch aus, weil ich mir eine dunk­le­re Klang­far­be wünsch­te. Zu die­sem Zeit­punkt lern­te ich bereits seit eini­gen Jah­ren Kla­vier, inner­halb der dar­auf­fol­gen­den Jah­re wur­de das Cel­lo immer mehr zu mei­nem Haupt­in­stru­ment. Selbst­ver­ständ­lich gab es bereits als Kind eini­ge Gele­gen­hei­ten bei denen ich das Cel­lo eines Bekann­ten aus nächs­ter Nähe gese­hen und gehört habe. Die­se Ein­drü­cke haben mei­ne Ent­schei­dung ver­mut­lich mit geprägt.

Was ist das Bes­te dar­an ein Musi­ker zu sein?
Arbeits­kol­le­gen wer­den oft auch zu guten Freunden.

Was macht ein „per­fek­tes Kon­zert“ aus?
Ein Kri­te­ri­um für ein gutes Kon­zert ist für mich zunächst eine in sich stim­mi­ge Pro­gramm­aus­wahl, die im Ide­al­fall auf ein bestimm­tes Kon­zept oder einem Roten Faden auf­ge­baut ist. Zum Erleb­nis wird ein Kon­zert für mich jedoch dann, wenn der Ein­druck ent­steht, dass die Musi­ke­rIn­nen aktiv mit dem Musik­stück inter­agie­ren, sie etwas dazu bei­zu­tra­gen haben und qua­si das Werk allein mit ihrem musi­ka­li­schen Aus­druck und aus dem Moment her­aus kom­men­tie­ren. Auf die­se Wei­se kann ich als Hörer die künst­le­ri­sche oder emo­tio­na­le Bot­schaft eines Wer­kes am bes­ten auf­neh­men. Weil ich mir gera­de das am meis­ten von einem Kon­zert­be­such erhof­fe, kann es für mich sogar neben­säch­lich wer­den, wel­chen Aus­bil­dungs- oder Bekannt­heits­grad der Akteur am Podi­um hat. Vie­le Arten des Musi­zie­rens haben Ihre Berech­ti­gun­gen und kei­ne davon ist für das Sub­jek­ti­ve Emp­fin­den per­fekt. Mit den rich­ti­gen Ohren hin­zu­hö­ren stimmt den eige­nen Geschmack genügsam.

Was wür­dest du machen, wenn du kein Musi­ker wärst?
Ich wür­de ein klei­nes Restau­rant eröff­nen oder ein Hand­werk erlernen.

Was ist das Schwie­rigs­te dar­an ein Musi­ker zu sein?
Pri­vat- und Berufs­le­ben las­sen sich in vie­len Situa­tio­nen nicht von­ein­an­der iso­lie­ren. Das kann jedoch auch sehr schön sein.

Wel­che Musik hörst du zu Hause?
Dire Straits, Niel Young, Led Zep­pe­lin und noch eini­ge ähn­li­che Rock-Klas­si­ker, hin und wie­der aber auch Jazz oder World Music. Vor allem aber bin ich ein Fan der Musik von Pink Floyd. Klas­si­sche Musik höre ich meist eher, um mich auf musi­ka­li­sche Pro­jek­te vor­zu­be­rei­ten, neu­es Reper­toire aus­zu­wäh­len oder um mich ander­wei­tig mit bestimm­ten Wer­ken auseinandersetzten.

Die­ses Talent wür­de man dir nicht zutrauen?
Die Fähig­keit detail­lier­te To-Do-Lis­ten zu schreiben.

Was schätzt du an Süd­ti­rol besonders?
Die Land­schaft, die Almen und Berg­hüt­ten, die Auf­ge­schlos­sen­heit der Leu­te, die kul­tu­rel­le Land­schaft und die Kulinarik.

Was ist außer­halb der Musik dei­ne größ­te Leidenschaft?
Mei­ne ana­lo­ge Spie­gel­re­flex­ka­me­ra – ein Klas­si­ker aus den 70ern.

Ist dir als Musi­ker schon mal etwas ver­rück­tes oder Lus­ti­ges passiert?
Orches­ter­tour­ne­en kön­nen sehr anstren­gend sein. In Chi­na ver­pass­te ich und mein Zim­mer­ge­nos­se den Bus, der das gan­ze Orches­ter vom Hotel zum Kon­zert­haus brin­gen soll­te, weil wir vor Erschöp­fung im Hotel­bett ein­nick­ten. Nach­dem kei­ner von uns die Ziel­adres­se wuss­te, geschwei­ge denn sie rich­tig aus­spre­chen konn­te, war es unser Glück, dass der Rezep­tio­nist die Situa­ti­on rich­tig erkann­te. Er setz­te uns prompt in ein Taxi in Rich­tung Kon­zert­ort, den wir gera­de recht­zei­tig zur Stell­pro­be erreich­ten. Aus dem Orches­ter bemerk­te kaum jemand unser Miss­ge­schick, bis wir nach dem Kon­zert dar­über lach­ten. Es war für mich eines der bes­ten Kon­zer­te der Tournee.

LORENZ HALLER

Sterzing

CELLO

Wie und war­um hast du dein Instru­ment als Kind ausgewählt?
Mit 11 oder 12 Jah­ren wach­te ich eines Tages auf, und hat­te mir in den Kopf gesetzt ein Streich­in­stru­ment ler­nen zu müs­sen. Die Gei­ge schloss ich für mich jedoch aus, weil ich mir eine dunk­le­re Klang­far­be wünsch­te. Zu die­sem Zeit­punkt lern­te ich bereits seit eini­gen Jah­ren Kla­vier, inner­halb der dar­auf­fol­gen­den Jah­re wur­de das Cel­lo immer mehr zu mei­nem Haupt­in­stru­ment. Selbst­ver­ständ­lich gab es bereits als Kind eini­ge Gele­gen­hei­ten bei denen ich das Cel­lo eines Bekann­ten aus nächs­ter Nähe gese­hen und gehört habe. Die­se Ein­drü­cke haben mei­ne Ent­schei­dung ver­mut­lich mit geprägt.

Was ist das Bes­te dar­an ein Musi­ker zu sein?
Arbeits­kol­le­gen wer­den oft auch zu guten Freunden.

Was macht ein „per­fek­tes Kon­zert“ aus?
Ein Kri­te­ri­um für ein gutes Kon­zert ist für mich zunächst eine in sich stim­mi­ge Pro­gramm­aus­wahl, die im Ide­al­fall auf ein bestimm­tes Kon­zept oder einem Roten Faden auf­ge­baut ist. Zum Erleb­nis wird ein Kon­zert für mich jedoch dann, wenn der Ein­druck ent­steht, dass die Musi­ke­rIn­nen aktiv mit dem Musik­stück inter­agie­ren, sie etwas dazu bei­zu­tra­gen haben und qua­si das Werk allein mit ihrem musi­ka­li­schen Aus­druck und aus dem Moment her­aus kom­men­tie­ren. Auf die­se Wei­se kann ich als Hörer die künst­le­ri­sche oder emo­tio­na­le Bot­schaft eines Wer­kes am bes­ten auf­neh­men. Weil ich mir gera­de das am meis­ten von einem Kon­zert­be­such erhof­fe, kann es für mich sogar neben­säch­lich wer­den, wel­chen Aus­bil­dungs- oder Bekannt­heits­grad der Akteur am Podi­um hat. Vie­le Arten des Musi­zie­rens haben Ihre Berech­ti­gun­gen und kei­ne davon ist für das Sub­jek­ti­ve Emp­fin­den per­fekt. Mit den rich­ti­gen Ohren hin­zu­hö­ren stimmt den eige­nen Geschmack genügsam.

Was wür­dest du machen, wenn du kein Musi­ker wärst?
Ich wür­de ein klei­nes Restau­rant eröff­nen oder ein Hand­werk erlernen.

Was ist das Schwie­rigs­te dar­an ein Musi­ker zu sein?
Pri­vat- und Berufs­le­ben las­sen sich in vie­len Situa­tio­nen nicht von­ein­an­der iso­lie­ren. Das kann jedoch auch sehr schön sein.

Wel­che Musik hörst du zu Hause?
Dire Straits, Niel Young, Led Zep­pe­lin und noch eini­ge ähn­li­che Rock-Klas­si­ker, hin und wie­der aber auch Jazz oder World Music. Vor allem aber bin ich ein Fan der Musik von Pink Floyd. Klas­si­sche Musik höre ich meist eher, um mich auf musi­ka­li­sche Pro­jek­te vor­zu­be­rei­ten, neu­es Reper­toire aus­zu­wäh­len oder um mich ander­wei­tig mit bestimm­ten Wer­ken auseinandersetzten.

Die­ses Talent wür­de man dir nicht zutrauen?
Die Fähig­keit detail­lier­te To-Do-Lis­ten zu schreiben.

Was schätzt du an Süd­ti­rol besonders?
Die Land­schaft, die Almen und Berg­hüt­ten, die Auf­ge­schlos­sen­heit der Leu­te, die kul­tu­rel­le Land­schaft und die Kulinarik.

Was ist außer­halb der Musik dei­ne größ­te Leidenschaft?
Mei­ne ana­lo­ge Spie­gel­re­flex­ka­me­ra – ein Klas­si­ker aus den 70ern.

Ist dir als Musi­ker schon mal etwas ver­rück­tes oder Lus­ti­ges passiert?
Orches­ter­tour­ne­en kön­nen sehr anstren­gend sein. In Chi­na ver­pass­te ich und mein Zim­mer­ge­nos­se den Bus, der das gan­ze Orches­ter vom Hotel zum Kon­zert­haus brin­gen soll­te, weil wir vor Erschöp­fung im Hotel­bett ein­nick­ten. Nach­dem kei­ner von uns die Ziel­adres­se wuss­te, geschwei­ge denn sie rich­tig aus­spre­chen konn­te, war es unser Glück, dass der Rezep­tio­nist die Situa­ti­on rich­tig erkann­te. Er setz­te uns prompt in ein Taxi in Rich­tung Kon­zert­ort, den wir gera­de recht­zei­tig zur Stell­pro­be erreich­ten. Aus dem Orches­ter bemerk­te kaum jemand unser Miss­ge­schick, bis wir nach dem Kon­zert dar­über lach­ten. Es war für mich eines der bes­ten Kon­zer­te der Tournee.

BIOGRAPHIE

Lorenz Hal­ler (geb. 1991 in Ster­zing, Süd­ti­rol) erhielt sei­nen ers­ten Cel­lo-Unter­richt im Alter von 12 Jah­ren bei Nathan Chiz­za­li an den Musik­schu­len Bri­xen und Ster­zing, zuvor bereits Kla­vier­un­ter­richt bei Chris­toph Hil­de­brandt. Einen 1. Preis mit sehr gutem Erfolg erlang­te er beim Lan­des­aus­wett­be­werb „Pri­ma La Musi­ca“. Sei­ne wei­te­re musi­ka­li­sche Aus­bil­dung absol­vier­te Lorenz Hal­ler 2011–2019 an der Uni­ver­si­tät für Musik und Dar­stel­len­de Kunst Wien in der Cel­lo­klas­se von Gott­fried Kitz­mül­ler, spä­ter in der Klas­se von Wolf­gang Aichin­ger mit Aus­zeich­nung, und nahm an zahl­rei­chen Meis­ter­kur­sen, u.a. bei Jia Lu, Gita Ladd, Carl­ton McCree­ry, Gott­fried Kitz­mül­ler und Clair Pöt­tin­ger-Schmidt teil.

Seit 2016 setzt er sich zusätz­lich mit dem Barock­cel­lo aus­ein­an­der. Seit 2021 folgt das Stu­di­um der „his­to­ri­schen Auf­füh­rungs­pra­xis“ an der Uni­ver­si­tät für Musik und dar­stel­len­den Kunst Wien. Sei­ne künst­le­ri­sche Tätig­keit zeich­net sich u.a. in der Mit­wir­kung ver­schie­de­ner Ensem­bles wie etwa dem Süd­ti­ro­ler Kam­mer­or­ches­ters „String­Art“, der „Klang­ver­ei­ni­gung Wien“, den Ensem­bles „L’Assieme“, „Artis Astra“ oder dem Ensem­ble „Zei­ten­klang“ aus. Sei­ner Unter­richts­tä­tig­keit als Cel­lo- und Kla­vier-Päd­ago­ge geht Lorenz Hal­ler der­zeit an den Musik­schu­len Warth-Scheib­lingkir­chen (NÖ) und Aspang-Markt (NÖ) nach.

BIOGRAPHIE

Lorenz Hal­ler (geb. 1991 in Ster­zing, Süd­ti­rol) erhielt sei­nen ers­ten Cel­lo-Unter­richt im Alter von 12 Jah­ren bei Nathan Chiz­za­li an den Musik­schu­len Bri­xen und Ster­zing, zuvor bereits Kla­vier­un­ter­richt bei Chris­toph Hil­de­brandt. Einen 1. Preis mit sehr gutem Erfolg erlang­te er beim Lan­des­aus­wett­be­werb „Pri­ma La Musi­ca“. Sei­ne wei­te­re musi­ka­li­sche Aus­bil­dung absol­vier­te Lorenz Hal­ler 2011–2019 an der Uni­ver­si­tät für Musik und Dar­stel­len­de Kunst Wien in der Cel­lo­klas­se von Gott­fried Kitz­mül­ler, spä­ter in der Klas­se von Wolf­gang Aichin­ger mit Aus­zeich­nung, und nahm an zahl­rei­chen Meis­ter­kur­sen, u.a. bei Jia Lu, Gita Ladd, Carl­ton McCree­ry, Gott­fried Kitz­mül­ler und Clair Pöt­tin­ger-Schmidt teil.

Seit 2016 setzt er sich zusätz­lich mit dem Barock­cel­lo aus­ein­an­der. Seit 2021 folgt das Stu­di­um der „his­to­ri­schen Auf­füh­rungs­pra­xis“ an der Uni­ver­si­tät für Musik und dar­stel­len­den Kunst Wien. Sei­ne künst­le­ri­sche Tätig­keit zeich­net sich u.a. in der Mit­wir­kung ver­schie­de­ner Ensem­bles wie etwa dem Süd­ti­ro­ler Kam­mer­or­ches­ters „String­Art“, der „Klang­ver­ei­ni­gung Wien“, den Ensem­bles „L’Assieme“, „Artis Astra“ oder dem Ensem­ble „Zei­ten­klang“ aus. Sei­ner Unter­richts­tä­tig­keit als Cel­lo- und Kla­vier-Päd­ago­ge geht Lorenz Hal­ler der­zeit an den Musik­schu­len Warth-Scheib­lingkir­chen (NÖ) und Aspang-Markt (NÖ) nach.

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