PRESSEMITTEILUNG 25.|25

Süd­ti­rol – 3. April 2025

Von Mahler zu Ortler: Verbundenheit auf vielen Ebenen 

Urauf­füh­rung von Ort­lers „Expe­di­ti­on to Para­di­se“  

Andrea Götsch und Ber­told Ste­cher als Solisten

Neben Toblach, Bozen, Meran, Premiere im Großen Saal des Wiener Konzerthaus

Heu­te wur­de anläss­lich einer Pres­se­kon­fe­renz die Kon­zert­rei­he 2025 der Süd­ti­rol Filar­mo­ni­ca vor­ge­stellt. Neben den Ver­tre­te­rIn­nen des orga­ni­sie­ren­den Kul­tur­ver­ein ARTON waren auch Regio­nal-Asses­sor Ange­lo Gen­nac­ca­ro sowie alle drei Lan­des­rä­te für Kul­tur, Phil­ipp Acham­mer, Dani­el Alfrei­der und Mar­co Gala­teo, anwe­send, und haben somit den sprach­grup­pen­über­grei­fen­den Ansatz der Süd­ti­rol Filar­mo­ni­ca unterstrichen.

Die ste­ti­ge Wei­ter­ent­wick­lung zeich­net auch die dies­jäh­ri­ge 5. Kon­zert­rei­he der Süd­ti­rol Filar­mo­ni­ca aus, durch fol­gen­de 4 Aspekte:

Mahlers Unvoll­ende­te zum ers­ten Mal von 78 Süd­ti­ro­ler MusikerInnen

Gus­tav Mahlers Lie­be zu den Ber­gen und sei­ne mehr­ma­li­gen Som­mer­auf­ent­hal­te in Süd­ti­rol (1897–98 in Vahrn und 1908-10 in Tob­lach) sind bekann­te Tat­sa­chen. Im letz­ten Som­mer sei­nes schaf­fens­rei­chen Lebens schreibt Mahler im seit­her berühm­ten Kom­po­nier­häus­chen in Tob­lach die 10. Sym­pho­nie, wel­che auf­grund des im Mai 1911 ein­ge­tre­te­nen Tod Mahlers nie voll­endet wur­de und daher als die Unvoll­ende­te bezeich­net wird. Zum ers­ten Mal über­haupt wird ein Orches­ter, bestehend aus Süd­ti­ro­ler Musi­ke­rin­nen und Musi­ker, unter der Lei­tung des Süd­ti­ro­ler Diri­gen­ten, Micha­el Pich­ler, die Zehn­te zur Auf­füh­rung brin­gen. Und zwar in Tob­lach, der Som­mer­fri­sche-Hei­mat Mahlers aber auch der Hei­mat der Süd­ti­rol Filar­mo­ni­ca, wel­che nun­mehr zum 5. Mal in Fol­ge im Eure­gio Kul­tur­zen­trum Gus­tav Mahler Tob­lach die Vor­be­rei­tungs­pro­ben durch­führt und das 1. Kon­zert der jähr­li­chen Kon­zert­rei­he dort gestal­tet. Saskia San­ter, Ehren­mit­glied der Mahler Foun­da­ti­on (USA) und Vize­prä­si­den­tin der Gus­tav-Mahler-Musik­wo­chen: “Es ist etwas ganz Beson­de­res zu ver­neh­men, dass die in Tob­lach ent­stan­de­ne Zehn­te Mahlers in Tob­lach und in Wien von Süd­ti­ro­ler Musi­ke­rin­nen und Musi­kern auf­ge­führt wird: mehr Ver­bun­den­heit zwi­schen Mahler-Wien-Süd­ti­rol kann es wahr­schein­lich nicht geben. Mei­ne Vor­freu­de ist rie­sig — und ich glau­be auch jene vie­ler Süd­ti­ro­le­rin­nen und Südtiroler.”

Urauf­füh­rung „Expe­di­ti­on to Para­di­se“ von Gerd Her­mann Ortler

Gebo­ren 1983 in Glurns, zog es Gerd Her­mann Ort­ler schon früh in die wei­te Welt der Musik. Aus­ge­bil­det an der Uni­ver­si­tät für Musik und dar­stel­len­de Kunst Wien, lebt er seit nun­mehr 22 Jah­ren in Wien. Beauf­tragt und auf­ge­führt wur­den sei­ne bis­he­ri­gen Kom­po­si­tio­nen in Kon­zert­häu­sern, die in aller Mun­de sind: Wie­ner Kon­zert­haus, Elb­phil­har­mo­nie Ham­burg, Musik­ver­ein Wien, Wie­ner Staats­oper, Phil­har­mo­nie Luxem­burg, in Süd­ti­rol bei Trans­art und Süd­ti­rol Jazz­fes­ti­val, um nur eini­ge zu nen­nen. Für sein letz­tes Werk „Wolf – das Mys­ti­cal“ wur­de am Wolf­gang­see (Salz­bur­ger Land/AUT) eine eigens dafür kon­zi­pier­te See­büh­ne geschaf­fen. Sein Wis­sen ver­mit­telt er wei­ter an die nächs­te Gene­ra­ti­on über einen Lehr­auf­trag für Kom­po­si­ti­on und Arran­ge­ment an der Uni­ver­si­tät für Musik und dar­stel­len­de Kunst Wien. Für die Süd­ti­rol Filar­mo­ni­ca hat er ein Dop­pel­kon­zert für Kla­ri­net­te, Trom­pe­te und Orches­ter kom­po­niert: es trägt den Namen „Expe­di­ti­on to Para­di­se“. Gerd Her­mann Ort­ler zeigt sich emo­tio­nal: „Ich bege­be mich mit den fabel­haf­ten Solis­ten und dem furcht­lo­sen Orches­ter auf eine aben­teu­er­li­che musi­ka­li­sche Rei­se. Doch was treibt uns auf den Weg ins Unbe­kann­te? Es ist der gemein­sa­me Traum vom Para­dies. Wir freu­en uns dar­auf, das Süd­ti­ro­ler und Wie­ner Publi­kum auf die­se auf­re­gen­de Rei­se mitzunehmen!“

www.gerdhermannortler.com

Die bei­den Solis­ten Andrea Götsch und Bert­hold Stecher

Ort­lers Werk „Expe­di­ti­on to Para­di­se“ sieht zwei Solis­ten vor, näm­lich Kla­ri­net­te und Trompete.

Mit den bei­den Süd­ti­ro­ler Musi­ke­rIn­nen, Andrea Götsch an der Kla­ri­net­te und Ber­told Ste­cher an der Trom­pe­te, erfährt die Beset­zung der bei­den Solis­ten Welt­klas­se. Andrea Götsch (aus Meran) wirkt seit 2021 bei den Wie­ner Phil­har­mo­ni­kern; Ber­told Ste­cher (aus Mals) berei­chert seit 2024 die Ber­li­ner Phil­har­mo­ni­ker. Sowohl Götsch wie auch Ste­cher kön­nen in ihrer noch jun­gen Kar­rie­re gar eini­ge Solo-Auf­trit­te vor­wei­sen, der anste­hen­de Auf­tritt mit der Süd­ti­rol Filar­mo­ni­ca in einem auf deren Instru­men­te zuge­schnit­te­nen Wer­kes stellt etwas Beson­de­res für Bei­de dar. Andrea Götsch kommt ins Schwär­men: „Mit Ber­told Ste­cher und Süd­ti­rol Filar­mo­ni­ca, unter der Lei­tung von Micha­el Pich­ler, frisch kom­po­nier­te Musik von Gerd Her­mann Ort­ler in Tob­lach, Bozen, Meran und Wien auf­zu­füh­ren – welch‘ genia­le Syn­the­se! Eine Mischung aus ver­trau­ten Kind­heits- und Hei­mats­ge­füh­len, aber sicher auch total ver­rück­ten und extre­men Emo­tio­nen wer­den die­se Kon­zer­te in uns allen aus­lö­sen; ich kann es kaum erwarten!”

Ber­told Ste­cher vol­ler Vor­freu­de: ”Ein super inter­es­san­tes Pro­jekt, das die Musik in und aus Süd­ti­rol ein bedeu­ten­des Stück weiterbringt.”

www.andreagoetsch.com

www.bertoldstecher.com

Der Gro­ße Saal des Wie­ner Konzerthaus

Die zwei­te Etap­pe der 2024 ins Leben geru­fe­nen „Süd­ti­rol Filar­mo­ni­ca meets friends“-Tournee bringt die Süd­ti­rol Filar­mo­ni­ca heu­er in eines der wohl bedeu­tends­ten und ange­se­hens­ten Kon­zert­häu­ser welt­weit: das Wie­ner Kon­zert­haus mit sei­nem Gro­ßen Saal. Alles, was Rang und Namen hat in der Welt der klas­si­schen Musik, ist irgend­wie mit die­sem Tem­pel der klas­si­schen Musik ver­bun­den. Seit 112 Jah­ren steht das Wie­ner Kon­zert­haus für Qua­li­tät, Inno­va­ti­on, Pre­mie­ren. Mat­thi­as Nas­ke, Inten­dant des Wie­ner Kon­zert­haus, hat loben­de Wor­te für die Süd­ti­rol Filar­mo­ni­ca: ”Ich sehe mit beson­de­rer Freu­de auf das Gast­spiel der Süd­ti­rol-Filar­mo­ni­ca unter der Lei­tung von Micha­el Pich­ler am 13.Oktober 2025 im Wie­ner Kon­zert­haus. Sowohl die Pro­gram­mie­rung als auch die Wahl der Solis­ten tra­gen eine euro­päi­sche Dimen­si­on, die künst­le­ri­sche Glaub­wür­dig­keit und Exzel­lenz ver­bin­det. Damit passt die­ser Abend per­fekt in das durch leben­di­ges Gesche­hen und künst­le­ri­sche Exzel­lenz gepräg­te Haus im Her­zen Wiens.”

www.konzerthaus.at

359 Süd­ti­ro­ler Musi­ke­rin­nen und Musi­ker bil­den die brei­te und viel­fäl­ti­ge Basis der Süd­ti­rol Filar­mo­ni­ca. 78 davon bil­den die Orchester­besetzung 2025, unter der Lei­tung des Diri­gen­ten, Micha­el Pich­ler. Die dies­jäh­ri­ge, fünf­te Kon­zert­rei­he trägt den Namen „Die Kraft der Ver­bun­den­heit“ — fol­gen­de Wer­ke brin­gen dies zum Ausdruck:

Programm “Die Kraft der Verbundenheit” 

Gus­tav Mahler (1860–1911)
Sin­fo­nie Nr. 10 – Ada­gio (1910)

Johann S. Bach (1685–1750) / Anton Webern (1883–1945)
Fuga “Ricer­ca­ta” a 6 voci (1935) 

Gerd Her­mann Ort­ler (*1983)
“Expe­di­ti­on to Para­di­se” -  Dop­pel­kon­zert für Kla­ri­net­te, Trom­pe­te und Orches­ter (2025) — Uraufführung

Solis­ten: Andrea Götsch (Kla­ri­net­te), Ber­told Ste­cher (Trom­pe­te)

Diri­gent: Micha­el Pichler

Gus­tav Mahler (1860–1911) fand in den Jah­ren 1908 — 1910 sei­nen letz­ten krea­ti­ven Rück­zugs­ort in Tob­lach und kom­po­nier­te dort u.a. “Das Lied von der Erde”, die 9. Sin­fo­nie und die unvoll­endet geblie­be­ne 10. Sin­fo­nie. Mahlers Tob­la­cher Schaf­fen gibt uns einen tie­fen Ein­blick in sei­ne Gefühls­welt und hat beson­ders im Hin­blick auf sei­ne in Trüm­mern lie­gen­de Ehe mit sei­ner Frau Alma und sei­nem fra­gi­len Gesund­heits­zu­stand stark auto­bio­gra­phi­sche Züge. Aus sei­ner 10. Sin­fo­nie ist der 1. Satz “Ada­gio” trotz Frag­ment soweit voll­endet, dass er den Weg ins sin­fo­ni­sche Kon­zert­re­per­toire geschafft hat. Mahlers Ada­gio führt uns wie kaum ein ande­res Werk der Musik­ge­schich­te auf so inten­si­ve Art und Wei­se an die Gren­zen des Ertrag­ba­ren. Tie­fe inne­re Zer­ris­sen­heit, uner­träg­li­cher Lie­bes­kum­mer, Welt­schmerz und das Seh­nen nach dem Jen­seits, all das schwingt in die­ser Musik mit. Und den­noch – typisch für Mahler – erklin­gen eben­so scherz­haf­te Iro­nie, Natur­klän­ge oder gro­tes­ke Tanzaufforderungen.

J.S. Bachs (1685–1750) Fuga “ricer­ca­ta” a 6 voci (1935) in der Orches­trie­rung von Anton Webern (1883–1945) ist eine Schöp­fung im Geis­te Arnold Schön­bergs und des­sen Instru­men­ta­ti­ons­kunst, die im Rah­men der soge­nann­ten zwei­ten Wie­ner Schu­le ent­stand. Durch sub­ti­le instru­men­ta­le Auf­split­te­rung von Melo­dien und Pas­sa­gen und dem Mit­ein­be­zie­hen beson­de­rer Spiel­tech­ni­ken auf den ein­zel­nen Instru­men­ten, ent­ste­hen fra­gi­le Klang­far­ben und ein ins­ge­samt expres­sio­nis­ti­scher Orchesterklang.

Gerd Her­mann Ort­ler (*1983) bedient sich einer reich­hal­ti­gen Palet­te an orches­tra­len Far­ben und ist bekannt für sei­ne aus­drucks­star­ke, stil­über­grei­fen­de Ton­spra­che. In sei­nem Dop­pel­kon­zert für Kla­ri­net­te, Trom­pe­te und Orches­ter for­dert er von Solis­ten und Orches­ter hohe Vir­tuo­si­tät und Klang­sen­si­bi­li­tät glei­cher­ma­ßen. Zu erwar­ten sind kam­mer­mu­si­ka­li­sche Raf­fi­nes­se, explo­si­ve Rhyth­mik, aber auch sphä­ri­sche Momen­te und gro­ße Sinfonik.

Orte und Daten der Konzertreihe

Frei­tag 10. Okto­ber 2025 um 20:30 Uhr in Tob­lach, Gustav-Mahler-Saal
Sams­tag 11. Okto­ber 2025 um 19:00 Uhr in Bozen, Auditorium
Sonn­tag 12. Okto­ber 2025 um 15:30 Uhr in Meran, Kursaal
Mon­tag 13. Okto­ber 2025 um 19:30 Uhr in Wien, Wie­ner Kon­zert­haus, Gro­ßer Saal

Ticketing

Der Kar­ten­ver­kauf für die drei Kon­zer­te in Süd­ti­rol beginnt am 15. Okto­ber 2025. Um recht­zei­tig über das Ticket­an­ge­bot infor­miert zu sein, emp­fiehlt die Süd­ti­rol Filar­mo­ni­ca die Anmel­dung zum „SF-News­let­ter“, wel­che durch die ein­fa­che Ein­ga­be der E‑Mail-Adres­se auf www.suedtirol-filarmonica.it erfol­gen kann.

Kar­ten für das Kon­zert in Wien sind ab sofort buchbar:

www.konzerthaus.at
www.jeunesse.at

78 Südtiroler MusikerInnen unter der Leitung von Michael Pichler

Orchesterbesetzung 2025

Von den mitt­ler­wei­le 359 Süd­ti­ro­ler Musi­ke­rIn­nen, wel­che die brei­te und viel­fäl­ti­ge Basis der Süd­ti­rol Filar­mo­ni­ca dar­stel­len, wer­den 78 davon die Orchester­besetzung für die Kon­zert­rei­he 2025 bil­den. Die­se ist als Down­load verfügbar.

Die Mit­be­grün­de­rin der Süd­ti­rol Filar­mo­ni­ca, Isa­bel Gol­ler, hier­zu: „Die Süd­ti­rol Filar­mo­ni­ca steht für Mit­ein­an­der und Inklu­si­on und wür­digt die Musi­ke­rIn­nen unse­res Lan­des. Sie ver­kör­pert den euro­päi­schen Geist des kul­tu­rel­len Aus­tauschs über Sprach- und Kul­tur­gren­zen hin­weg. Die­ses Jahr ist es uns eine beson­de­re Freu­de, mit außer­ge­wöhn­li­chen Solis­tIn­nen und einem her­aus­ra­gen­den Kom­po­nis­ten aus unse­rem Land auf­zu­tre­ten – ein Zei­chen für die beein­dru­cken­de musi­ka­li­sche Kraft Südtirols.“

Süd­ti­ro­ler Berufs­mu­si­ke­rIn­nen, die in den Sin­fo­nie­or­ches­tern die­ser Welt tätig sind und auf inter­na­tio­na­len Büh­nen das Publi­kum zu begeis­tern wis­sen, sowie eini­ge Stu­die­ren­de wer­den wie­der gemein­sam in Süd­ti­rol auf­tre­ten. Dar­un­ter befin­den sich meh­re­re her­aus­ra­gen­de Musi­ker­per­sön­lich­kei­ten wie zum Bei­spiel die Kla­ri­net­tis­tin Sophie Par­dat­scher, die im Orches­ter der Deut­schen Oper Ber­lin enga­giert ist, oder Mar­tin Pra­tis­so­li, Cel­list im Orches­tra dell’Arena di Vero­na. Die längs­te Anrei­se wird dies­mal die Flö­tis­tin Tan­ja Agrei­ter aus den USA auf sich nehmen.

Vor­be­rei­tet wer­den die Auf­trit­te bei den gemein­sa­men Pro­ben vom 5–10. Okto­ber 2025 im „Eure­gio Kul­tur­zen­trum Gus­tav Mahler Tob­lach Dolomiten“.

Wertschätzung für die Musikschulen Südtirols

Kurz nach den ers­ten Kon­zer­ten im Sep­tem­ber 2021 äußer­ten meh­re­re Musi­ke­rIn­nen den Wunsch, die Dank­bar­keit gegen­über ihrem Ursprung — den Musik­schu­len Süd­ti­rols — kon­kret zum Aus­druck zu brin­gen. Daher ist seit 2022 ein Ensem­ble­auf­tritt an einer Musik­schu­le Süd­ti­rols fes­ter Bestand­teil des Wochen­pro­gramms der Süd­ti­rol Filarmonica.

Die­ses Jahr wird ein Ensem­ble für die Schü­le­rIn­nen an der Musik­schu­le Ster­zing ein exklu­si­ves und inter­ak­ti­ves Kon­zert geben.

Klingende Kilometer

Für den Auf­tritt im Okto­ber 2025 legen die 78 Musi­ke­rIn­nen und der Diri­gent ins­ge­samt 69.362 km zurück, mit unter­schied­li­chen Trans­port­mit­teln – vor­nehm­lich Zug. Die Anrei­se erfolgt am 5. Okto­ber für einen 9‑tägigen Auf­ent­halt in Süd­ti­rol. Er umfasst 5 Pro­ben­ta­ge sowie 4 Kon­zert­ta­ge. Nach dem Kon­zert in Wien keh­ren alle Musi­ke­rIn­nen und der Diri­gent wie­der an ihre Wir­kungs­stät­ten in der Welt zurück.

Bei der Fund­rai­sing-Akti­on “Klin­gen­de Kilo­me­ter” kann Jede und Jeder, zum Preis von 1 € je km, belie­big vie­le Kilo­me­ter erwer­ben – und somit das Pro­jekt bei der Rei­se­kos­ten­rück­erstat­tung für die Musi­ke­rIn­nen unter­stüt­zen. Für wei­te­re Infos: www.suedtirol-filarmonica.it .

„Süd­ti­rol kann stolz auf sei­ne vie­len Musi­ke­rIn­nen sein, die in den renom­mier­tes­ten Orches­tern der Welt spie­len.”, so Lan­des­haupt­mann a.D. Luis Durn­wal­der, Schirm­herr der Akti­on Klin­gen­de Kilometer.

359 Südtiroler MusikerInnen

Die Süd­ti­rol Filar­mo­ni­ca wur­de 2019 ins Leben geru­fen. Die brei­te und viel­fäl­ti­ge Basis des Orches­ters bil­den jene 359 Süd­ti­ro­ler Musi­ke­rIn­nen der klas­si­schen Musik, wel­che das Musi­zie­ren zu deren Beruf gemacht haben und mehr­heit­lich ver­streut auf der Welt mit den renom­mier­tes­ten Orches­tern auftreten.

Behei­ma­tet in jedem Win­kel Süd­ti­rols begeis­tern sie das Publi­kum mit ihren Dar­bie­tun­gen in Orches­tern wie dem New York Phil­har­mo­nic, den Wie­ner Phil­har­mo­ni­kern, dem Orches­tra del Tea­t­ro alla Sca­la di Mila­no, aber auch dem Malay­sia Phil­har­mo­nic Orches­tra und dem Zhe­jiang Sym­pho­nie­or­ches­ter, um nur eini­ge zu nen­nen. Sie alle ver­eint die Lei­den­schaft für die klas­si­sche Musik und ihre gemein­sa­me Hei­mat: Südtirol.

Spiegelbild Südtirols

Die Süd­ti­rol Filar­mo­ni­ca wider­spie­gelt die Süd­ti­ro­ler Gesell­schaft: sie umarmt alle Sprach­grup­pen – neben der Deut­schen (66%), der Ita­lie­ni­schen (22%) und der Ladi­ni­schen (8%) auch die sog. neue Sprach­grup­pe (4%). Das Orches­ter ist gene­ra­tio­nen­über­grei­fend: die Musi­ke­rIn­nen umfas­sen prak­tisch drei Gene­ra­tio­nen – von jugend­li­chen 17 Jah­ren bis erfah­re­nen 65 Jah­ren. Der kon­ti­nu­ier­li­che Ein­bau von jun­gen hoch­ta­len­tier­ten Musi­ke­rIn­nen ist dabei eine Selbst­ver­ständ­lich­keit. Die Geschlech­ter­auf­tei­lung in der Süd­ti­rol Filar­mo­ni­ca ist nahe­zu aus­ge­gli­chen: 46% Frau­en – 54% Män­ner. Die Gage für die gemein­sa­me Woche in Süd­ti­rol ist ein­heit­lich: unab­hän­gig ob Juni­or oder Seni­or, unab­hän­gig ob Frau oder Mann.

Damit geht die Süd­ti­rol Filar­mo­ni­ca einen Schritt wei­ter: die bei­den Wer­te „Mit­ein­an­der“ und „Inklu­si­on“ sind nicht nur schö­ne Wör­ter, son­dern sie wer­den kon­kret gelebt.

Philosophie und Werte der Südtirol Filarmonica

Süd­ti­rol zeich­net sich durch eine beson­de­re Art gesell­schaft­li­cher und kul­tu­rel­ler Viel­falt aus. Ob Deutsch, Ita­lie­nisch oder Ladi­nisch, Spra­che ist hier kein Hin­der­nis, son­dern Reich­tum eines bemer­kens­wer­ten Kulturkosmos.

Ein Sin­fo­nie­or­ches­ter ist Sinn­bild für das gemein­sa­me Emp­fin­den und Agie­ren und das Zusam­men­wir­ken vie­ler ver­schie­de­ner Stimmen.

Für wei­te­re Infor­ma­tio­nen: www.suedtirol-filarmonica.it

Der Kulturverein ARTON ETS

Musik hat die Macht, uns zu ver­bin­den und uns zu inspi­rie­ren, wir selbst zu sein. ARTON nimmt die­se Ele­men­te auf, ver­knüpft sie mit den unzäh­li­gen künst­le­ri­schen Dis­zi­pli­nen und trägt damit zur Viel­falt, die die Basis für die gesell­schaft­li­che Ent­wick­lung bil­det, bei. ARTON wur­de am 8. August 2020 als ehren­amt­li­cher Ver­ein gegrün­det; dem Aus­schuss des Ver­eins gehö­ren Zeno Kersch­bau­mer als Vor­sit­zen­der, Isa­bel Gol­ler als stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de, Cor­ne­lia Gol­ler und Micha­el Pich­ler als Mit­glie­der an.

Der Name ARTON setzt sich zusam­men aus den Wör­tern Art, Ton und on: jene Ele­men­te, die in ihrer Ver­bin­dung wie auch in ihrer Allein­stel­lung die Auf­ga­ben und Zie­le des Ver­eins beschreiben.

Die Süd­ti­rol Filar­mo­ni­ca ist ein Pro­jekt von ARTON

www.arton.bz

ARCHIV

Südtirol Filarmonica Arton Verein

PRESSEMITTEILUNG 25.|25

Süd­ti­rol – 3. April 2025

Von Mahler zu Ortler: Verbundenheit auf vielen Ebenen 

Uraufführung von Ortlers „Expedition to Paradise“  

Andrea Götsch und Bertold Stecher als Solisten

Neben Toblach, Bozen, Meran, Premiere im Großen Saal des Wiener Konzerthaus

Heu­te wur­de anläss­lich einer Pres­se­kon­fe­renz die Kon­zert­rei­he 2025 der Süd­ti­rol Filar­mo­ni­ca vor­ge­stellt. Neben den Ver­tre­te­rIn­nen des orga­ni­sie­ren­den Kul­tur­ver­ein ARTON waren auch Regio­nal-Asses­sor Ange­lo Gen­nac­ca­ro sowie alle drei Lan­des­rä­te für Kul­tur, Phil­ipp Acham­mer, Dani­el Alfrei­der und Mar­co Gala­teo, anwe­send, und haben somit den sprach­grup­pen­über­grei­fen­den Ansatz der Süd­ti­rol Filar­mo­ni­ca unterstrichen.

Die ste­ti­ge Wei­ter­ent­wick­lung zeich­net auch die dies­jäh­ri­ge 5. Kon­zert­rei­he der Süd­ti­rol Filar­mo­ni­ca aus, durch fol­gen­de 4 Aspekte:

Mahlers Unvoll­ende­te zum ers­ten Mal von 78 Süd­ti­ro­ler MusikerInnen

Gus­tav Mahlers Lie­be zu den Ber­gen und sei­ne mehr­ma­li­gen Som­mer­auf­ent­hal­te in Süd­ti­rol (1897–98 in Vahrn und 1908-10 in Tob­lach) sind bekann­te Tat­sa­chen. Im letz­ten Som­mer sei­nes schaf­fens­rei­chen Lebens schreibt Mahler im seit­her berühm­ten Kom­po­nier­häus­chen in Tob­lach die 10. Sym­pho­nie, wel­che auf­grund des im Mai 1911 ein­ge­tre­te­nen Tod Mahlers nie voll­endet wur­de und daher als die Unvoll­ende­te bezeich­net wird. Zum ers­ten Mal über­haupt wird ein Orches­ter, bestehend aus Süd­ti­ro­ler Musi­ke­rin­nen und Musi­ker, unter der Lei­tung des Süd­ti­ro­ler Diri­gen­ten, Micha­el Pich­ler, die Zehn­te zur Auf­füh­rung brin­gen. Und zwar in Tob­lach, der Som­mer­fri­sche-Hei­mat Mahlers aber auch der Hei­mat der Süd­ti­rol Filar­mo­ni­ca, wel­che nun­mehr zum 5. Mal in Fol­ge im Eure­gio Kul­tur­zen­trum Gus­tav Mahler Tob­lach die Vor­be­rei­tungs­pro­ben durch­führt und das 1. Kon­zert der jähr­li­chen Kon­zert­rei­he dort gestal­tet. Saskia San­ter, Ehren­mit­glied der Mahler Foun­da­ti­on (USA) und Vize­prä­si­den­tin der Gus­tav-Mahler-Musik­wo­chen: “Es ist etwas ganz Beson­de­res zu ver­neh­men, dass die in Tob­lach ent­stan­de­ne Zehn­te Mahlers in Tob­lach und in Wien von Süd­ti­ro­ler Musi­ke­rin­nen und Musi­kern auf­ge­führt wird: mehr Ver­bun­den­heit zwi­schen Mahler-Wien-Süd­ti­rol kann es wahr­schein­lich nicht geben. Mei­ne Vor­freu­de ist rie­sig — und ich glau­be auch jene vie­ler Süd­ti­ro­le­rin­nen und Südtiroler.”

Urauf­füh­rung „Expe­di­ti­on to Para­di­se“ von Gerd Her­mann Ortler

Gebo­ren 1983 in Glurns, zog es Gerd Her­mann Ort­ler schon früh in die wei­te Welt der Musik. Aus­ge­bil­det an der Uni­ver­si­tät für Musik und dar­stel­len­de Kunst Wien, lebt er seit nun­mehr 22 Jah­ren in Wien. Beauf­tragt und auf­ge­führt wur­den sei­ne bis­he­ri­gen Kom­po­si­tio­nen in Kon­zert­häu­sern, die in aller Mun­de sind: Wie­ner Kon­zert­haus, Elb­phil­har­mo­nie Ham­burg, Musik­ver­ein Wien, Wie­ner Staats­oper, Phil­har­mo­nie Luxem­burg, in Süd­ti­rol bei Trans­art und Süd­ti­rol Jazz­fes­ti­val, um nur eini­ge zu nen­nen. Für sein letz­tes Werk „Wolf – das Mys­ti­cal“ wur­de am Wolf­gang­see (Salz­bur­ger Land/AUT) eine eigens dafür kon­zi­pier­te See­büh­ne geschaf­fen. Sein Wis­sen ver­mit­telt er wei­ter an die nächs­te Gene­ra­ti­on über einen Lehr­auf­trag für Kom­po­si­ti­on und Arran­ge­ment an der Uni­ver­si­tät für Musik und dar­stel­len­de Kunst Wien. Für die Süd­ti­rol Filar­mo­ni­ca hat er ein Dop­pel­kon­zert für Kla­ri­net­te, Trom­pe­te und Orches­ter kom­po­niert: es trägt den Namen „Expe­di­ti­on to Para­di­se“. Gerd Her­mann Ort­ler zeigt sich emo­tio­nal: „Ich bege­be mich mit den fabel­haf­ten Solis­ten und dem furcht­lo­sen Orches­ter auf eine aben­teu­er­li­che musi­ka­li­sche Rei­se. Doch was treibt uns auf den Weg ins Unbe­kann­te? Es ist der gemein­sa­me Traum vom Para­dies. Wir freu­en uns dar­auf, das Süd­ti­ro­ler und Wie­ner Publi­kum auf die­se auf­re­gen­de Rei­se mitzunehmen!“

www.gerdhermannortler.com

Die bei­den Solis­ten Andrea Götsch und Bert­hold Stecher

Ort­lers Werk „Expe­di­ti­on to Para­di­se“ sieht zwei Solis­ten vor, näm­lich Kla­ri­net­te und Trompete.

Mit den bei­den Süd­ti­ro­ler Musi­ke­rIn­nen, Andrea Götsch an der Kla­ri­net­te und Ber­told Ste­cher an der Trom­pe­te, erfährt die Beset­zung der bei­den Solis­ten Welt­klas­se. Andrea Götsch (aus Meran) wirkt seit 2021 bei den Wie­ner Phil­har­mo­ni­kern; Ber­told Ste­cher (aus Mals) berei­chert seit 2024 die Ber­li­ner Phil­har­mo­ni­ker. Sowohl Götsch wie auch Ste­cher kön­nen in ihrer noch jun­gen Kar­rie­re gar eini­ge Solo-Auf­trit­te vor­wei­sen, der anste­hen­de Auf­tritt mit der Süd­ti­rol Filar­mo­ni­ca in einem auf deren Instru­men­te zuge­schnit­te­nen Wer­kes stellt etwas Beson­de­res für Bei­de dar. Andrea Götsch kommt ins Schwär­men: „Mit Ber­told Ste­cher und Süd­ti­rol Filar­mo­ni­ca, unter der Lei­tung von Micha­el Pich­ler, frisch kom­po­nier­te Musik von Gerd Her­mann Ort­ler in Tob­lach, Bozen, Meran und Wien auf­zu­füh­ren – welch‘ genia­le Syn­the­se! Eine Mischung aus ver­trau­ten Kind­heits- und Hei­mats­ge­füh­len, aber sicher auch total ver­rück­ten und extre­men Emo­tio­nen wer­den die­se Kon­zer­te in uns allen aus­lö­sen; ich kann es kaum erwarten!”

Ber­told Ste­cher vol­ler Vor­freu­de: ”Ein super inter­es­san­tes Pro­jekt, das die Musik in und aus Süd­ti­rol ein bedeu­ten­des Stück weiterbringt.”

www.andreagoetsch.com

www.bertoldstecher.com

Der Gro­ße Saal des Wie­ner Konzerthaus

Die zwei­te Etap­pe der 2024 ins Leben geru­fe­nen „Süd­ti­rol Filar­mo­ni­ca meets friends“-Tournee bringt die Süd­ti­rol Filar­mo­ni­ca heu­er in eines der wohl bedeu­tends­ten und ange­se­hens­ten Kon­zert­häu­ser welt­weit: das Wie­ner Kon­zert­haus mit sei­nem Gro­ßen Saal. Alles, was Rang und Namen hat in der Welt der klas­si­schen Musik, ist irgend­wie mit die­sem Tem­pel der klas­si­schen Musik ver­bun­den. Seit 112 Jah­ren steht das Wie­ner Kon­zert­haus für Qua­li­tät, Inno­va­ti­on, Pre­mie­ren. Mat­thi­as Nas­ke, Inten­dant des Wie­ner Kon­zert­haus, hat loben­de Wor­te für die Süd­ti­rol Filar­mo­ni­ca: ”Ich sehe mit beson­de­rer Freu­de auf das Gast­spiel der Süd­ti­rol-Filar­mo­ni­ca unter der Lei­tung von Micha­el Pich­ler am 13.Oktober 2025 im Wie­ner Kon­zert­haus. Sowohl die Pro­gram­mie­rung als auch die Wahl der Solis­ten tra­gen eine euro­päi­sche Dimen­si­on, die künst­le­ri­sche Glaub­wür­dig­keit und Exzel­lenz ver­bin­det. Damit passt die­ser Abend per­fekt in das durch leben­di­ges Gesche­hen und künst­le­ri­sche Exzel­lenz gepräg­te Haus im Her­zen Wiens.”

www.konzerthaus.at

359 Süd­ti­ro­ler Musi­ke­rin­nen und Musi­ker bil­den die brei­te und viel­fäl­ti­ge Basis der Süd­ti­rol Filar­mo­ni­ca. 78 davon bil­den die Orchester­besetzung 2025, unter der Lei­tung des Diri­gen­ten, Micha­el Pich­ler. Die dies­jäh­ri­ge, fünf­te Kon­zert­rei­he trägt den Namen „Die Kraft der Ver­bun­den­heit“ — fol­gen­de Wer­ke brin­gen dies zum Ausdruck:

Programm “Die Kraft der Verbundenheit” 

Gus­tav Mahler (1860–1911)
Sin­fo­nie Nr. 10 – Ada­gio (1910)

Johann S. Bach (1685–1750) / Anton Webern (1883–1945)
Fuga “Ricer­ca­ta” a 6 voci (1935) 

Gerd Her­mann Ort­ler (*1983)
“Expe­di­ti­on to Para­di­se” -  Dop­pel­kon­zert für Kla­ri­net­te, Trom­pe­te und Orches­ter (2025) — Uraufführung

Solis­ten: Andrea Götsch (Kla­ri­net­te), Ber­told Ste­cher (Trom­pe­te)

Diri­gent: Micha­el Pichler

Gus­tav Mahler (1860–1911) fand in den Jah­ren 1908 — 1910 sei­nen letz­ten krea­ti­ven Rück­zugs­ort in Tob­lach und kom­po­nier­te dort u.a. “Das Lied von der Erde”, die 9. Sin­fo­nie und die unvoll­endet geblie­be­ne 10. Sin­fo­nie. Mahlers Tob­la­cher Schaf­fen gibt uns einen tie­fen Ein­blick in sei­ne Gefühls­welt und hat beson­ders im Hin­blick auf sei­ne in Trüm­mern lie­gen­de Ehe mit sei­ner Frau Alma und sei­nem fra­gi­len Gesund­heits­zu­stand stark auto­bio­gra­phi­sche Züge. Aus sei­ner 10. Sin­fo­nie ist der 1. Satz “Ada­gio” trotz Frag­ment soweit voll­endet, dass er den Weg ins sin­fo­ni­sche Kon­zert­re­per­toire geschafft hat. Mahlers Ada­gio führt uns wie kaum ein ande­res Werk der Musik­ge­schich­te auf so inten­si­ve Art und Wei­se an die Gren­zen des Ertrag­ba­ren. Tie­fe inne­re Zer­ris­sen­heit, uner­träg­li­cher Lie­bes­kum­mer, Welt­schmerz und das Seh­nen nach dem Jen­seits, all das schwingt in die­ser Musik mit. Und den­noch – typisch für Mahler – erklin­gen eben­so scherz­haf­te Iro­nie, Natur­klän­ge oder gro­tes­ke Tanzaufforderungen.

J.S. Bachs (1685–1750) Fuga “ricer­ca­ta” a 6 voci (1935) in der Orches­trie­rung von Anton Webern (1883–1945) ist eine Schöp­fung im Geis­te Arnold Schön­bergs und des­sen Instru­men­ta­ti­ons­kunst, die im Rah­men der soge­nann­ten zwei­ten Wie­ner Schu­le ent­stand. Durch sub­ti­le instru­men­ta­le Auf­split­te­rung von Melo­dien und Pas­sa­gen und dem Mit­ein­be­zie­hen beson­de­rer Spiel­tech­ni­ken auf den ein­zel­nen Instru­men­ten, ent­ste­hen fra­gi­le Klang­far­ben und ein ins­ge­samt expres­sio­nis­ti­scher Orchesterklang.

Gerd Her­mann Ort­ler (*1983) bedient sich einer reich­hal­ti­gen Palet­te an orches­tra­len Far­ben und ist bekannt für sei­ne aus­drucks­star­ke, stil­über­grei­fen­de Ton­spra­che. In sei­nem Dop­pel­kon­zert für Kla­ri­net­te, Trom­pe­te und Orches­ter for­dert er von Solis­ten und Orches­ter hohe Vir­tuo­si­tät und Klang­sen­si­bi­li­tät glei­cher­ma­ßen. Zu erwar­ten sind kam­mer­mu­si­ka­li­sche Raf­fi­nes­se, explo­si­ve Rhyth­mik, aber auch sphä­ri­sche Momen­te und gro­ße Sinfonik.

Orte und Daten der Konzertreihe

Frei­tag 10. Okto­ber 2025 um 20:30 Uhr in Tob­lach, Gustav-Mahler-Saal
Sams­tag 11. Okto­ber 2025 um 19:00 Uhr in Bozen, Auditorium
Sonn­tag 12. Okto­ber 2025 um 15:30 Uhr in Meran, Kursaal
Mon­tag 13. Okto­ber 2025 um 19:30 Uhr in Wien, Wie­ner Kon­zert­haus, Gro­ßer Saal

Ticketing

Der Kar­ten­ver­kauf für die drei Kon­zer­te in Süd­ti­rol beginnt am 15. Okto­ber 2025. Um recht­zei­tig über das Ticket­an­ge­bot infor­miert zu sein, emp­fiehlt die Süd­ti­rol Filar­mo­ni­ca die Anmel­dung zum „SF-News­let­ter“, wel­che durch die ein­fa­che Ein­ga­be der E‑Mail-Adres­se auf www.suedtirol-filarmonica.it erfol­gen kann.

Kar­ten für das Kon­zert in Wien sind ab sofort buchbar:

www.konzerthaus.at
www.jeunesse.at

78 Südtiroler MusikerInnen unter der Leitung von Michael Pichler

Orchesterbesetzung 2025

Von den mitt­ler­wei­le 359 Süd­ti­ro­ler Musi­ke­rIn­nen, wel­che die brei­te und viel­fäl­ti­ge Basis der Süd­ti­rol Filar­mo­ni­ca dar­stel­len, wer­den 78 davon die Orchester­besetzung für die Kon­zert­rei­he 2025 bil­den. Die­se ist als Down­load verfügbar.

Die Mit­be­grün­de­rin der Süd­ti­rol Filar­mo­ni­ca, Isa­bel Gol­ler, hier­zu: „Die Süd­ti­rol Filar­mo­ni­ca steht für Mit­ein­an­der und Inklu­si­on und wür­digt die Musi­ke­rIn­nen unse­res Lan­des. Sie ver­kör­pert den euro­päi­schen Geist des kul­tu­rel­len Aus­tauschs über Sprach- und Kul­tur­gren­zen hin­weg. Die­ses Jahr ist es uns eine beson­de­re Freu­de, mit außer­ge­wöhn­li­chen Solis­tIn­nen und einem her­aus­ra­gen­den Kom­po­nis­ten aus unse­rem Land auf­zu­tre­ten – ein Zei­chen für die beein­dru­cken­de musi­ka­li­sche Kraft Südtirols.“

Süd­ti­ro­ler Berufs­mu­si­ke­rIn­nen, die in den Sin­fo­nie­or­ches­tern die­ser Welt tätig sind und auf inter­na­tio­na­len Büh­nen das Publi­kum zu begeis­tern wis­sen, sowie eini­ge Stu­die­ren­de wer­den wie­der gemein­sam in Süd­ti­rol auf­tre­ten. Dar­un­ter befin­den sich meh­re­re her­aus­ra­gen­de Musi­ker­per­sön­lich­kei­ten wie zum Bei­spiel die Kla­ri­net­tis­tin Sophie Par­dat­scher, die im Orches­ter der Deut­schen Oper Ber­lin enga­giert ist, oder Mar­tin Pra­tis­so­li, Cel­list im Orches­tra dell’Arena di Vero­na. Die längs­te Anrei­se wird dies­mal die Flö­tis­tin Tan­ja Agrei­ter aus den USA auf sich nehmen.

Vor­be­rei­tet wer­den die Auf­trit­te bei den gemein­sa­men Pro­ben vom 5–10. Okto­ber 2025 im „Eure­gio Kul­tur­zen­trum Gus­tav Mahler Tob­lach Dolomiten“.

Wertschätzung für die Musikschulen Südtirols

Kurz nach den ers­ten Kon­zer­ten im Sep­tem­ber 2021 äußer­ten meh­re­re Musi­ke­rIn­nen den Wunsch, die Dank­bar­keit gegen­über ihrem Ursprung — den Musik­schu­len Süd­ti­rols — kon­kret zum Aus­druck zu brin­gen. Daher ist seit 2022 ein Ensem­ble­auf­tritt an einer Musik­schu­le Süd­ti­rols fes­ter Bestand­teil des Wochen­pro­gramms der Süd­ti­rol Filarmonica.

Die­ses Jahr wird ein Ensem­ble für die Schü­le­rIn­nen an der Musik­schu­le Ster­zing ein exklu­si­ves und inter­ak­ti­ves Kon­zert geben.

Klingende Kilometer

Für den Auf­tritt im Okto­ber 2025 legen die 78 Musi­ke­rIn­nen und der Diri­gent ins­ge­samt 69.362 km zurück, mit unter­schied­li­chen Trans­port­mit­teln – vor­nehm­lich Zug. Die Anrei­se erfolgt am 5. Okto­ber für einen 9‑tägigen Auf­ent­halt in Süd­ti­rol. Er umfasst 5 Pro­ben­ta­ge sowie 4 Kon­zert­ta­ge. Nach dem Kon­zert in Wien keh­ren alle Musi­ke­rIn­nen und der Diri­gent wie­der an ihre Wir­kungs­stät­ten in der Welt zurück.

Bei der Fund­rai­sing-Akti­on “Klin­gen­de Kilo­me­ter” kann Jede und Jeder, zum Preis von 1 € je km, belie­big vie­le Kilo­me­ter erwer­ben – und somit das Pro­jekt bei der Rei­se­kos­ten­rück­erstat­tung für die Musi­ke­rIn­nen unter­stüt­zen. Für wei­te­re Infos: www.suedtirol-filarmonica.it .

„Süd­ti­rol kann stolz auf sei­ne vie­len Musi­ke­rIn­nen sein, die in den renom­mier­tes­ten Orches­tern der Welt spie­len.”, so Lan­des­haupt­mann a.D. Luis Durn­wal­der, Schirm­herr der Akti­on Klin­gen­de Kilometer.

359 Südtiroler MusikerInnen

Die Süd­ti­rol Filar­mo­ni­ca wur­de 2019 ins Leben geru­fen. Die brei­te und viel­fäl­ti­ge Basis des Orches­ters bil­den jene 359 Süd­ti­ro­ler Musi­ke­rIn­nen der klas­si­schen Musik, wel­che das Musi­zie­ren zu deren Beruf gemacht haben und mehr­heit­lich ver­streut auf der Welt mit den renom­mier­tes­ten Orches­tern auftreten.

Behei­ma­tet in jedem Win­kel Süd­ti­rols begeis­tern sie das Publi­kum mit ihren Dar­bie­tun­gen in Orches­tern wie dem New York Phil­har­mo­nic, den Wie­ner Phil­har­mo­ni­kern, dem Orches­tra del Tea­t­ro alla Sca­la di Mila­no, aber auch dem Malay­sia Phil­har­mo­nic Orches­tra und dem Zhe­jiang Sym­pho­nie­or­ches­ter, um nur eini­ge zu nen­nen. Sie alle ver­eint die Lei­den­schaft für die klas­si­sche Musik und ihre gemein­sa­me Hei­mat: Südtirol.

Spiegelbild Südtirols

Die Süd­ti­rol Filar­mo­ni­ca wider­spie­gelt die Süd­ti­ro­ler Gesell­schaft: sie umarmt alle Sprach­grup­pen – neben der Deut­schen (66%), der Ita­lie­ni­schen (22%) und der Ladi­ni­schen (8%) auch die sog. neue Sprach­grup­pe (4%). Das Orches­ter ist gene­ra­tio­nen­über­grei­fend: die Musi­ke­rIn­nen umfas­sen prak­tisch drei Gene­ra­tio­nen – von jugend­li­chen 17 Jah­ren bis erfah­re­nen 65 Jah­ren. Der kon­ti­nu­ier­li­che Ein­bau von jun­gen hoch­ta­len­tier­ten Musi­ke­rIn­nen ist dabei eine Selbst­ver­ständ­lich­keit. Die Geschlech­ter­auf­tei­lung in der Süd­ti­rol Filar­mo­ni­ca ist nahe­zu aus­ge­gli­chen: 46% Frau­en – 54% Män­ner. Die Gage für die gemein­sa­me Woche in Süd­ti­rol ist ein­heit­lich: unab­hän­gig ob Juni­or oder Seni­or, unab­hän­gig ob Frau oder Mann.

Damit geht die Süd­ti­rol Filar­mo­ni­ca einen Schritt wei­ter: die bei­den Wer­te „Mit­ein­an­der“ und „Inklu­si­on“ sind nicht nur schö­ne Wör­ter, son­dern sie wer­den kon­kret gelebt.

Philosophie und Werte der Südtirol Filarmonica

Süd­ti­rol zeich­net sich durch eine beson­de­re Art gesell­schaft­li­cher und kul­tu­rel­ler Viel­falt aus. Ob Deutsch, Ita­lie­nisch oder Ladi­nisch, Spra­che ist hier kein Hin­der­nis, son­dern Reich­tum eines bemer­kens­wer­ten Kulturkosmos.

Ein Sin­fo­nie­or­ches­ter ist Sinn­bild für das gemein­sa­me Emp­fin­den und Agie­ren und das Zusam­men­wir­ken vie­ler ver­schie­de­ner Stimmen.

Für wei­te­re Infor­ma­tio­nen: www.suedtirol-filarmonica.it

Der Kulturverein ARTON ETS

Musik hat die Macht, uns zu ver­bin­den und uns zu inspi­rie­ren, wir selbst zu sein. ARTON nimmt die­se Ele­men­te auf, ver­knüpft sie mit den unzäh­li­gen künst­le­ri­schen Dis­zi­pli­nen und trägt damit zur Viel­falt, die die Basis für die gesell­schaft­li­che Ent­wick­lung bil­det, bei. ARTON wur­de am 8. August 2020 als ehren­amt­li­cher Ver­ein gegrün­det; dem Aus­schuss des Ver­eins gehö­ren Zeno Kersch­bau­mer als Vor­sit­zen­der, Isa­bel Gol­ler als stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de, Cor­ne­lia Gol­ler und Micha­el Pich­ler als Mit­glie­der an.

Der Name ARTON setzt sich zusam­men aus den Wör­tern Art, Ton und on: jene Ele­men­te, die in ihrer Ver­bin­dung wie auch in ihrer Allein­stel­lung die Auf­ga­ben und Zie­le des Ver­eins beschreiben.

Die Süd­ti­rol Filar­mo­ni­ca ist ein Pro­jekt von ARTON

www.arton.bz

ARCHIV

Südtirol Filarmonica Arton Verein

PRESSE-
MITTEILUNG 25.|25

Süd­ti­rol – 3. April 2025

Von Mahler zu Ortler: Verbundenheit auf vielen Ebenen 

Urauf­füh­rung von Ort­lers „Expe­di­ti­on to Para­di­se“  

Andrea Götsch und Ber­told Ste­cher als Solisten

Neben Toblach, Bozen, Meran, Premiere im Großen Saal des Wiener Konzerthaus

Heu­te wur­de anläss­lich einer Pres­se­kon­fe­renz die Kon­zert­rei­he 2025 der Süd­ti­rol Filar­mo­ni­ca vor­ge­stellt. Neben den Ver­tre­te­rIn­nen des orga­ni­sie­ren­den Kul­tur­ver­ein ARTON waren auch Regio­nal-Asses­sor Ange­lo Gen­nac­ca­ro sowie alle drei Lan­des­rä­te für Kul­tur, Phil­ipp Acham­mer, Dani­el Alfrei­der und Mar­co Gala­teo, anwe­send, und haben somit den sprach­grup­pen­über­grei­fen­den Ansatz der Süd­ti­rol Filar­mo­ni­ca unterstrichen.

Die ste­ti­ge Wei­ter­ent­wick­lung zeich­net auch die dies­jäh­ri­ge 5. Kon­zert­rei­he der Süd­ti­rol Filar­mo­ni­ca aus, durch fol­gen­de 4 Aspekte:

Mahlers Unvoll­ende­te zum ers­ten Mal von 78 Süd­ti­ro­ler MusikerInnen

Gus­tav Mahlers Lie­be zu den Ber­gen und sei­ne mehr­ma­li­gen Som­mer­auf­ent­hal­te in Süd­ti­rol (1897–98 in Vahrn und 1908-10 in Tob­lach) sind bekann­te Tat­sa­chen. Im letz­ten Som­mer sei­nes schaf­fens­rei­chen Lebens schreibt Mahler im seit­her berühm­ten Kom­po­nier­häus­chen in Tob­lach die 10. Sym­pho­nie, wel­che auf­grund des im Mai 1911 ein­ge­tre­te­nen Tod Mahlers nie voll­endet wur­de und daher als die Unvoll­ende­te bezeich­net wird. Zum ers­ten Mal über­haupt wird ein Orches­ter, bestehend aus Süd­ti­ro­ler Musi­ke­rin­nen und Musi­ker, unter der Lei­tung des Süd­ti­ro­ler Diri­gen­ten, Micha­el Pich­ler, die Zehn­te zur Auf­füh­rung brin­gen. Und zwar in Tob­lach, der Som­mer­fri­sche-Hei­mat Mahlers aber auch der Hei­mat der Süd­ti­rol Filar­mo­ni­ca, wel­che nun­mehr zum 5. Mal in Fol­ge im Eure­gio Kul­tur­zen­trum Gus­tav Mahler Tob­lach die Vor­be­rei­tungs­pro­ben durch­führt und das 1. Kon­zert der jähr­li­chen Kon­zert­rei­he dort gestal­tet. Saskia San­ter, Ehren­mit­glied der Mahler Foun­da­ti­on (USA) und Vize­prä­si­den­tin der Gus­tav-Mahler-Musik­wo­chen: “Es ist etwas ganz Beson­de­res zu ver­neh­men, dass die in Tob­lach ent­stan­de­ne Zehn­te Mahlers in Tob­lach und in Wien von Süd­ti­ro­ler Musi­ke­rin­nen und Musi­kern auf­ge­führt wird: mehr Ver­bun­den­heit zwi­schen Mahler-Wien-Süd­ti­rol kann es wahr­schein­lich nicht geben. Mei­ne Vor­freu­de ist rie­sig — und ich glau­be auch jene vie­ler Süd­ti­ro­le­rin­nen und Südtiroler.”

Urauf­füh­rung „Expe­di­ti­on to Para­di­se“ von Gerd Her­mann Ortler

Gebo­ren 1983 in Glurns, zog es Gerd Her­mann Ort­ler schon früh in die wei­te Welt der Musik. Aus­ge­bil­det an der Uni­ver­si­tät für Musik und dar­stel­len­de Kunst Wien, lebt er seit nun­mehr 22 Jah­ren in Wien. Beauf­tragt und auf­ge­führt wur­den sei­ne bis­he­ri­gen Kom­po­si­tio­nen in Kon­zert­häu­sern, die in aller Mun­de sind: Wie­ner Kon­zert­haus, Elb­phil­har­mo­nie Ham­burg, Musik­ver­ein Wien, Wie­ner Staats­oper, Phil­har­mo­nie Luxem­burg, in Süd­ti­rol bei Trans­art und Süd­ti­rol Jazz­fes­ti­val, um nur eini­ge zu nen­nen. Für sein letz­tes Werk „Wolf – das Mys­ti­cal“ wur­de am Wolf­gang­see (Salz­bur­ger Land/AUT) eine eigens dafür kon­zi­pier­te See­büh­ne geschaf­fen. Sein Wis­sen ver­mit­telt er wei­ter an die nächs­te Gene­ra­ti­on über einen Lehr­auf­trag für Kom­po­si­ti­on und Arran­ge­ment an der Uni­ver­si­tät für Musik und dar­stel­len­de Kunst Wien. Für die Süd­ti­rol Filar­mo­ni­ca hat er ein Dop­pel­kon­zert für Kla­ri­net­te, Trom­pe­te und Orches­ter kom­po­niert: es trägt den Namen „Expe­di­ti­on to Para­di­se“. Gerd Her­mann Ort­ler zeigt sich emo­tio­nal: „Ich bege­be mich mit den fabel­haf­ten Solis­ten und dem furcht­lo­sen Orches­ter auf eine aben­teu­er­li­che musi­ka­li­sche Rei­se. Doch was treibt uns auf den Weg ins Unbe­kann­te? Es ist der gemein­sa­me Traum vom Para­dies. Wir freu­en uns dar­auf, das Süd­ti­ro­ler und Wie­ner Publi­kum auf die­se auf­re­gen­de Rei­se mitzunehmen!“

www.gerdhermannortler.com

Die bei­den Solis­ten Andrea Götsch und Bert­hold Stecher

Ort­lers Werk „Expe­di­ti­on to Para­di­se“ sieht zwei Solis­ten vor, näm­lich Kla­ri­net­te und Trompete.

Mit den bei­den Süd­ti­ro­ler Musi­ke­rIn­nen, Andrea Götsch an der Kla­ri­net­te und Ber­told Ste­cher an der Trom­pe­te, erfährt die Beset­zung der bei­den Solis­ten Welt­klas­se. Andrea Götsch (aus Meran) wirkt seit 2021 bei den Wie­ner Phil­har­mo­ni­kern; Ber­told Ste­cher (aus Mals) berei­chert seit 2024 die Ber­li­ner Phil­har­mo­ni­ker. Sowohl Götsch wie auch Ste­cher kön­nen in ihrer noch jun­gen Kar­rie­re gar eini­ge Solo-Auf­trit­te vor­wei­sen, der anste­hen­de Auf­tritt mit der Süd­ti­rol Filar­mo­ni­ca in einem auf deren Instru­men­te zuge­schnit­te­nen Wer­kes stellt etwas Beson­de­res für Bei­de dar. Andrea Götsch kommt ins Schwär­men: „Mit Ber­told Ste­cher und Süd­ti­rol Filar­mo­ni­ca, unter der Lei­tung von Micha­el Pich­ler, frisch kom­po­nier­te Musik von Gerd Her­mann Ort­ler in Tob­lach, Bozen, Meran und Wien auf­zu­füh­ren – welch‘ genia­le Syn­the­se! Eine Mischung aus ver­trau­ten Kind­heits- und Hei­mats­ge­füh­len, aber sicher auch total ver­rück­ten und extre­men Emo­tio­nen wer­den die­se Kon­zer­te in uns allen aus­lö­sen; ich kann es kaum erwarten!”

Ber­told Ste­cher vol­ler Vor­freu­de: ”Ein super inter­es­san­tes Pro­jekt, das die Musik in und aus Süd­ti­rol ein bedeu­ten­des Stück weiterbringt.”

www.andreagoetsch.com

www.bertoldstecher.com

Der Gro­ße Saal des Wie­ner Konzerthaus

Die zwei­te Etap­pe der 2024 ins Leben geru­fe­nen „Süd­ti­rol Filar­mo­ni­ca meets friends“-Tournee bringt die Süd­ti­rol Filar­mo­ni­ca heu­er in eines der wohl bedeu­tends­ten und ange­se­hens­ten Kon­zert­häu­ser welt­weit: das Wie­ner Kon­zert­haus mit sei­nem Gro­ßen Saal. Alles, was Rang und Namen hat in der Welt der klas­si­schen Musik, ist irgend­wie mit die­sem Tem­pel der klas­si­schen Musik ver­bun­den. Seit 112 Jah­ren steht das Wie­ner Kon­zert­haus für Qua­li­tät, Inno­va­ti­on, Pre­mie­ren. Mat­thi­as Nas­ke, Inten­dant des Wie­ner Kon­zert­haus, hat loben­de Wor­te für die Süd­ti­rol Filar­mo­ni­ca: ”Ich sehe mit beson­de­rer Freu­de auf das Gast­spiel der Süd­ti­rol-Filar­mo­ni­ca unter der Lei­tung von Micha­el Pich­ler am 13.Oktober 2025 im Wie­ner Kon­zert­haus. Sowohl die Pro­gram­mie­rung als auch die Wahl der Solis­ten tra­gen eine euro­päi­sche Dimen­si­on, die künst­le­ri­sche Glaub­wür­dig­keit und Exzel­lenz ver­bin­det. Damit passt die­ser Abend per­fekt in das durch leben­di­ges Gesche­hen und künst­le­ri­sche Exzel­lenz gepräg­te Haus im Her­zen Wiens.”

www.konzerthaus.at

359 Süd­ti­ro­ler Musi­ke­rin­nen und Musi­ker bil­den die brei­te und viel­fäl­ti­ge Basis der Süd­ti­rol Filar­mo­ni­ca. 78 davon bil­den die Orchester­besetzung 2025, unter der Lei­tung des Diri­gen­ten, Micha­el Pich­ler. Die dies­jäh­ri­ge, fünf­te Kon­zert­rei­he trägt den Namen „Die Kraft der Ver­bun­den­heit“ — fol­gen­de Wer­ke brin­gen dies zum Ausdruck:

Programm “Die Kraft der Verbundenheit” 

Gus­tav Mahler (1860–1911)
Sin­fo­nie Nr. 10 – Ada­gio (1910)

Johann S. Bach (1685–1750) / Anton Webern (1883–1945)
Fuga “Ricer­ca­ta” a 6 voci (1935) 

Gerd Her­mann Ort­ler (*1983)
“Expe­di­ti­on to Para­di­se” -  Dop­pel­kon­zert für Kla­ri­net­te, Trom­pe­te und Orches­ter (2025) — Uraufführung

Solis­ten: Andrea Götsch (Kla­ri­net­te), Ber­told Ste­cher (Trom­pe­te)

Diri­gent: Micha­el Pichler

Gus­tav Mahler (1860–1911) fand in den Jah­ren 1908 — 1910 sei­nen letz­ten krea­ti­ven Rück­zugs­ort in Tob­lach und kom­po­nier­te dort u.a. “Das Lied von der Erde”, die 9. Sin­fo­nie und die unvoll­endet geblie­be­ne 10. Sin­fo­nie. Mahlers Tob­la­cher Schaf­fen gibt uns einen tie­fen Ein­blick in sei­ne Gefühls­welt und hat beson­ders im Hin­blick auf sei­ne in Trüm­mern lie­gen­de Ehe mit sei­ner Frau Alma und sei­nem fra­gi­len Gesund­heits­zu­stand stark auto­bio­gra­phi­sche Züge. Aus sei­ner 10. Sin­fo­nie ist der 1. Satz “Ada­gio” trotz Frag­ment soweit voll­endet, dass er den Weg ins sin­fo­ni­sche Kon­zert­re­per­toire geschafft hat. Mahlers Ada­gio führt uns wie kaum ein ande­res Werk der Musik­ge­schich­te auf so inten­si­ve Art und Wei­se an die Gren­zen des Ertrag­ba­ren. Tie­fe inne­re Zer­ris­sen­heit, uner­träg­li­cher Lie­bes­kum­mer, Welt­schmerz und das Seh­nen nach dem Jen­seits, all das schwingt in die­ser Musik mit. Und den­noch – typisch für Mahler – erklin­gen eben­so scherz­haf­te Iro­nie, Natur­klän­ge oder gro­tes­ke Tanzaufforderungen.

J.S. Bachs (1685–1750) Fuga “ricer­ca­ta” a 6 voci (1935) in der Orches­trie­rung von Anton Webern (1883–1945) ist eine Schöp­fung im Geis­te Arnold Schön­bergs und des­sen Instru­men­ta­ti­ons­kunst, die im Rah­men der soge­nann­ten zwei­ten Wie­ner Schu­le ent­stand. Durch sub­ti­le instru­men­ta­le Auf­split­te­rung von Melo­dien und Pas­sa­gen und dem Mit­ein­be­zie­hen beson­de­rer Spiel­tech­ni­ken auf den ein­zel­nen Instru­men­ten, ent­ste­hen fra­gi­le Klang­far­ben und ein ins­ge­samt expres­sio­nis­ti­scher Orchesterklang.

Gerd Her­mann Ort­ler (*1983) bedient sich einer reich­hal­ti­gen Palet­te an orches­tra­len Far­ben und ist bekannt für sei­ne aus­drucks­star­ke, stil­über­grei­fen­de Ton­spra­che. In sei­nem Dop­pel­kon­zert für Kla­ri­net­te, Trom­pe­te und Orches­ter for­dert er von Solis­ten und Orches­ter hohe Vir­tuo­si­tät und Klang­sen­si­bi­li­tät glei­cher­ma­ßen. Zu erwar­ten sind kam­mer­mu­si­ka­li­sche Raf­fi­nes­se, explo­si­ve Rhyth­mik, aber auch sphä­ri­sche Momen­te und gro­ße Sinfonik.

Orte und Daten der Konzertreihe

Frei­tag 10. Okto­ber 2025 um 20:30 Uhr in Tob­lach, Gustav-Mahler-Saal
Sams­tag 11. Okto­ber 2025 um 19:00 Uhr in Bozen, Auditorium
Sonn­tag 12. Okto­ber 2025 um 15:30 Uhr in Meran, Kursaal
Mon­tag 13. Okto­ber 2025 um 19:30 Uhr in Wien, Wie­ner Kon­zert­haus, Gro­ßer Saal

Ticketing

Der Kar­ten­ver­kauf für die drei Kon­zer­te in Süd­ti­rol beginnt am 15. Okto­ber 2025. Um recht­zei­tig über das Ticket­an­ge­bot infor­miert zu sein, emp­fiehlt die Süd­ti­rol Filar­mo­ni­ca die Anmel­dung zum „SF-News­let­ter“, wel­che durch die ein­fa­che Ein­ga­be der E‑Mail-Adres­se auf www.suedtirol-filarmonica.it erfol­gen kann.

Kar­ten für das Kon­zert in Wien sind ab sofort buchbar:

www.konzerthaus.at
www.jeunesse.at

78 Südtiroler MusikerInnen unter der Leitung von Michael Pichler

Orchesterbesetzung 2025

Von den mitt­ler­wei­le 359 Süd­ti­ro­ler Musi­ke­rIn­nen, wel­che die brei­te und viel­fäl­ti­ge Basis der Süd­ti­rol Filar­mo­ni­ca dar­stel­len, wer­den 78 davon die Orchester­besetzung für die Kon­zert­rei­he 2025 bil­den. Die­se ist als Down­load verfügbar.

Die Mit­be­grün­de­rin der Süd­ti­rol Filar­mo­ni­ca, Isa­bel Gol­ler, hier­zu: „Die Süd­ti­rol Filar­mo­ni­ca steht für Mit­ein­an­der und Inklu­si­on und wür­digt die Musi­ke­rIn­nen unse­res Lan­des. Sie ver­kör­pert den euro­päi­schen Geist des kul­tu­rel­len Aus­tauschs über Sprach- und Kul­tur­gren­zen hin­weg. Die­ses Jahr ist es uns eine beson­de­re Freu­de, mit außer­ge­wöhn­li­chen Solis­tIn­nen und einem her­aus­ra­gen­den Kom­po­nis­ten aus unse­rem Land auf­zu­tre­ten – ein Zei­chen für die beein­dru­cken­de musi­ka­li­sche Kraft Südtirols.“

Süd­ti­ro­ler Berufs­mu­si­ke­rIn­nen, die in den Sin­fo­nie­or­ches­tern die­ser Welt tätig sind und auf inter­na­tio­na­len Büh­nen das Publi­kum zu begeis­tern wis­sen, sowie eini­ge Stu­die­ren­de wer­den wie­der gemein­sam in Süd­ti­rol auf­tre­ten. Dar­un­ter befin­den sich meh­re­re her­aus­ra­gen­de Musi­ker­per­sön­lich­kei­ten wie zum Bei­spiel die Kla­ri­net­tis­tin Sophie Par­dat­scher, die im Orches­ter der Deut­schen Oper Ber­lin enga­giert ist, oder Mar­tin Pra­tis­so­li, Cel­list im Orches­tra dell’Arena di Vero­na. Die längs­te Anrei­se wird dies­mal die Flö­tis­tin Tan­ja Agrei­ter aus den USA auf sich nehmen.

Vor­be­rei­tet wer­den die Auf­trit­te bei den gemein­sa­men Pro­ben vom 5–10. Okto­ber 2025 im „Eure­gio Kul­tur­zen­trum Gus­tav Mahler Tob­lach Dolomiten“.

Wertschätzung für die Musikschulen Südtirols

Kurz nach den ers­ten Kon­zer­ten im Sep­tem­ber 2021 äußer­ten meh­re­re Musi­ke­rIn­nen den Wunsch, die Dank­bar­keit gegen­über ihrem Ursprung — den Musik­schu­len Süd­ti­rols — kon­kret zum Aus­druck zu brin­gen. Daher ist seit 2022 ein Ensem­ble­auf­tritt an einer Musik­schu­le Süd­ti­rols fes­ter Bestand­teil des Wochen­pro­gramms der Süd­ti­rol Filarmonica.

Die­ses Jahr wird ein Ensem­ble für die Schü­le­rIn­nen an der Musik­schu­le Ster­zing ein exklu­si­ves und inter­ak­ti­ves Kon­zert geben.

Klingende Kilometer

Für den Auf­tritt im Okto­ber 2025 legen die 78 Musi­ke­rIn­nen und der Diri­gent ins­ge­samt 69.362 km zurück, mit unter­schied­li­chen Trans­port­mit­teln – vor­nehm­lich Zug. Die Anrei­se erfolgt am 5. Okto­ber für einen 9‑tägigen Auf­ent­halt in Süd­ti­rol. Er umfasst 5 Pro­ben­ta­ge sowie 4 Kon­zert­ta­ge. Nach dem Kon­zert in Wien keh­ren alle Musi­ke­rIn­nen und der Diri­gent wie­der an ihre Wir­kungs­stät­ten in der Welt zurück.

Bei der Fund­rai­sing-Akti­on “Klin­gen­de Kilo­me­ter” kann Jede und Jeder, zum Preis von 1 € je km, belie­big vie­le Kilo­me­ter erwer­ben – und somit das Pro­jekt bei der Rei­se­kos­ten­rück­erstat­tung für die Musi­ke­rIn­nen unter­stüt­zen. Für wei­te­re Infos: www.suedtirol-filarmonica.it .

„Süd­ti­rol kann stolz auf sei­ne vie­len Musi­ke­rIn­nen sein, die in den renom­mier­tes­ten Orches­tern der Welt spie­len.”, so Lan­des­haupt­mann a.D. Luis Durn­wal­der, Schirm­herr der Akti­on Klin­gen­de Kilometer.

359 Südtiroler MusikerInnen

Die Süd­ti­rol Filar­mo­ni­ca wur­de 2019 ins Leben geru­fen. Die brei­te und viel­fäl­ti­ge Basis des Orches­ters bil­den jene 359 Süd­ti­ro­ler Musi­ke­rIn­nen der klas­si­schen Musik, wel­che das Musi­zie­ren zu deren Beruf gemacht haben und mehr­heit­lich ver­streut auf der Welt mit den renom­mier­tes­ten Orches­tern auftreten.

Behei­ma­tet in jedem Win­kel Süd­ti­rols begeis­tern sie das Publi­kum mit ihren Dar­bie­tun­gen in Orches­tern wie dem New York Phil­har­mo­nic, den Wie­ner Phil­har­mo­ni­kern, dem Orches­tra del Tea­t­ro alla Sca­la di Mila­no, aber auch dem Malay­sia Phil­har­mo­nic Orches­tra und dem Zhe­jiang Sym­pho­nie­or­ches­ter, um nur eini­ge zu nen­nen. Sie alle ver­eint die Lei­den­schaft für die klas­si­sche Musik und ihre gemein­sa­me Hei­mat: Südtirol.

Spiegelbild Südtirols

Die Süd­ti­rol Filar­mo­ni­ca wider­spie­gelt die Süd­ti­ro­ler Gesell­schaft: sie umarmt alle Sprach­grup­pen – neben der Deut­schen (66%), der Ita­lie­ni­schen (22%) und der Ladi­ni­schen (8%) auch die sog. neue Sprach­grup­pe (4%). Das Orches­ter ist gene­ra­tio­nen­über­grei­fend: die Musi­ke­rIn­nen umfas­sen prak­tisch drei Gene­ra­tio­nen – von jugend­li­chen 17 Jah­ren bis erfah­re­nen 65 Jah­ren. Der kon­ti­nu­ier­li­che Ein­bau von jun­gen hoch­ta­len­tier­ten Musi­ke­rIn­nen ist dabei eine Selbst­ver­ständ­lich­keit. Die Geschlech­ter­auf­tei­lung in der Süd­ti­rol Filar­mo­ni­ca ist nahe­zu aus­ge­gli­chen: 46% Frau­en – 54% Män­ner. Die Gage für die gemein­sa­me Woche in Süd­ti­rol ist ein­heit­lich: unab­hän­gig ob Juni­or oder Seni­or, unab­hän­gig ob Frau oder Mann.

Damit geht die Süd­ti­rol Filar­mo­ni­ca einen Schritt wei­ter: die bei­den Wer­te „Mit­ein­an­der“ und „Inklu­si­on“ sind nicht nur schö­ne Wör­ter, son­dern sie wer­den kon­kret gelebt.

Philosophie und Werte der Südtirol Filarmonica

Süd­ti­rol zeich­net sich durch eine beson­de­re Art gesell­schaft­li­cher und kul­tu­rel­ler Viel­falt aus. Ob Deutsch, Ita­lie­nisch oder Ladi­nisch, Spra­che ist hier kein Hin­der­nis, son­dern Reich­tum eines bemer­kens­wer­ten Kulturkosmos.

Ein Sin­fo­nie­or­ches­ter ist Sinn­bild für das gemein­sa­me Emp­fin­den und Agie­ren und das Zusam­men­wir­ken vie­ler ver­schie­de­ner Stimmen.

Für wei­te­re Infor­ma­tio­nen: www.suedtirol-filarmonica.it

Der Kulturverein ARTON ETS

Musik hat die Macht, uns zu ver­bin­den und uns zu inspi­rie­ren, wir selbst zu sein. ARTON nimmt die­se Ele­men­te auf, ver­knüpft sie mit den unzäh­li­gen künst­le­ri­schen Dis­zi­pli­nen und trägt damit zur Viel­falt, die die Basis für die gesell­schaft­li­che Ent­wick­lung bil­det, bei. ARTON wur­de am 8. August 2020 als ehren­amt­li­cher Ver­ein gegrün­det; dem Aus­schuss des Ver­eins gehö­ren Zeno Kersch­bau­mer als Vor­sit­zen­der, Isa­bel Gol­ler als stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de, Cor­ne­lia Gol­ler und Micha­el Pich­ler als Mit­glie­der an.

Der Name ARTON setzt sich zusam­men aus den Wör­tern Art, Ton und on: jene Ele­men­te, die in ihrer Ver­bin­dung wie auch in ihrer Allein­stel­lung die Auf­ga­ben und Zie­le des Ver­eins beschreiben.

Die Süd­ti­rol Filar­mo­ni­ca ist ein Pro­jekt von ARTON

www.arton.bz

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